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Wirtschafts- und Umweltausschuss Bitterfeld-Wolfen über neue Goitzsche-Projekte
von MZ-Redakteurin Christine Krüger
Bitterfeld-Wolfen/MZ. Ein Landeszentrum für Wassersport soll auf dem einstigen Bahngelände hinter dem Bitterfelder Fritz-Heinrich-Stadion entstehen. Die Vorarbeiten für die Erschließung des Gebietes laufen. Das neue Projekt der IPG Stadtentwicklungs-Gesellschaft hat deren Chef Werner Rienäcker während der Sitzung des Wirtschafts- und Umweltausschusses des Stadtrates Bitterfeld-Wolfen am Dienstagabend vorgestellt.
Geplant ist Vereinen, die mit den unterschiedlichsten Arten von Wassersport zu tun haben, eine Heimstatt zu geben. In den Blick gefasst, so Rienäcker, seien zunächst der Landesseglerverband und der Landesanglerverband. "Mit dem Landessportbund sind wir im Gespräch", so der IPG-Chef. Zudem soll auf dem großflächigen Gelände ein Camping- und caravanplatz errichtet werden mit insgesamt 100 Stellplätzen. Damit nicht genug - "Unterbringungsmöglichkeiten auf Jugendherbergsniveau", wie Rienäcker sagt, sollen das Angebot dort ergänzen. Auch hier liefen bereits Gespräche mit dem Landesjugendherbergsverband. "Interessenbekundungen liegen uns schon vor."
Das Ganze soll das Angebot des bestehenden Sportparkes Süd erweitern und damit letzlich die Goitzsche-Region noch attraktiver machen. Das, darin sind sich Ausschussmitglieder einig, ist umso wichtiger, da alle relevanten Mitbewerber der Branche in Mitteldeutschland - von Bergwitz- über Cospundener See bis hin zum Geiseltal- in ihrem Werben um Touristen alle Register ziehen.
Mit dem Landeswassersportzentrum, das 2009/2010 laut Plan fertig sein und bereits zur Saison 2008 zehn bis 20 Stellplätze sowie eine kleine Sozialeinrichtung bieten soll, sei auf diesem Weg wieder ein großes Stück geschafft, so die Ausschussmitglieder. Zugleich seien mit der Neuausschilderung des Muldetal-Wanderweges, in den die Goitzsche einbezogen ist, sowie dem neuen Nordic-Walking-Park in der einstigen Tagebaulandschaft wichtige infrastrukturelle Elemente entwickelt worden. "Da können wir wieder ein Stück punkten", so Uwe Hippe, Leiter des Wirtschaftentwicklungs- und Tourismusamtes des Landkreises Anhalt-Bitterfeld. Dennoch bleibe "noch viel, viel zu tun bei der Vermarktung".
Wie das Thema endgültig beschieden wird, ist noch in der Diskussion. Eine Studie ist erarbeitet worden. Jetzt, so Hippe, müsse man darüber reden, in welchen Rahmen das Tourismusgebiet Goitzsche eingebunden werden soll. Wirbt man mit dem intenational bekannten Namen Leipzig im Slogan oder operiert man mit dem begriff "mitteldeutsches Seenland"? Das letzte Wort hat das Land. "Das alles kann jetzt noch keiner beantworten", so Hippe. "Auch in Leipzig wird darüber jetzt diskutiert. Wichtig ist, die Rahmenbedingungen für die Entwicklung der Goitzsche zu legen."
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